Mischa Update Juni 2026 🐾
Ihr Lieben,
Nun ist es soweit und wir wollen euch natürlich berichten wie es unserem Blindbären in den letzten Wochen so ergangen ist.
Mischa war nach seiner langen Reise und der kräftezehrenden Vergangenheit erstmal einfach nur erschöpft und gleichzeitig von den ganzen neuen Reizen überfordert.
Ein Glück verliebte er sich schnell in seine Pflegemuddi und so konnten die beiden gemeinsam Schritt für Schritt alles entdecken, lernen und einordnen was nun zu seinem Alltag dazugehört. Männer waren anfangs ganz gruselig, mittlerweile ist der Pflegevaddi sein Kumpel und Leckerli-Dealer geworden 😊
Sein Fell hat sich gut erholt, er hat seine Routine im Alltag gefunden und ist in den letzten Wochen deutlich ruhiger geworden.
Auch an die anderen Tiere hat er sich gewöhnt: während er um die Katzen von Anfang an einen höflichen Bogen machte, musste er sich an die Hunde erstmal rantasten. Ist ja auch verständlich! Schließlich sieht er nicht, dass da ein Beinchen fehlt, die Andere viel kleiner ist und der Nächste im Rolli rumflitzt.
Also wurde ganz in Ruhe und Stück für Stück vorgestellt, beschnüffelt und kennengelernt.
Mittlerweile hat er richtig Spaß daran mit den Teenies zu tüddeln und genießt anschließend die wohlverdiente Ruhe auf seiner Lieblingsdecke.
Auch zur Tierärztin musste Mischa und da zeigte sich neben diversen körperlichen Baustellen auch seine seelisch traumatische Vergangenheit. Mit viel Ruhe und Geduld ließ er sich letztendlich untersuchen. Hierbei zeigte sich neben den bereits vermuteten Baustellen wie Hüfte/ teilweise Inkontinenz und seinen geschädigten Augen unter anderem auch eine Herzerkrankung.
Mischa wird palliativ behandelt und bekommt nun endlich die medizinische Versorgung die er schon so lange nötig hat.
Seine Spondylosen und Cauda Equina werden mit entsprechenden Schmerzmitteln gelindert, das Herz mit stärkenden Mitteln unterstützt und seine Augen mehrmals täglich mit entsprechenden Tropfen versorgt.
Demnächst steht noch eine labordiagnostische Urinuntersuchung an da auch seine Nieren auffällig scheinen.
Mischa blüht täglich mehr auf und genießt sein Leben in seinem wohlverdienten Altersruhesitz.
Die Medikamente greifen und man merkt ihm eine deutliche Erleichterung an. Oft hört man ihn laut und zufrieden schnarchen nachdem er einen Knochen oder ein Kaninchenohr bearbeitet hat. In diesen Momenten geht uns einfach das Herz auf ❤️.
Wir möchten uns an dieser Stelle einmal ganz herzlich bei Mischas Paten/Patinnen bedanken die uns und vor allem Mischa bei der Versorgung unterstützen.
Gern dürfen sich noch weitere liebe Menschen finden und sich als Paten melden 🥰
Heute möchten wir euch von Mischa erzählen. Mischas Geschichte ist eine traurige...bis jetzt!
Mischa wurde auf der Straße gefunden, genauer gesagt im Graben einer Autobahn. Es war Winter und Mischas Fell nass und fast schon eingefroren. Und das Ganze in einem Kriegsgebiet in der Ukraine.
Als wäre all das nicht schon schrecklich genug kommt hinzu das Mischa blind ist.
So richtig blind. Er sieht überhaupt nichts. Was für ein Horror muss das für ein Tier sein?
Doch wie kam er in diese Lage?
Nun ja, unser blinder Bär schien mal ein "Zuhause" gehabt zu haben, sofern man es so nennen kann. An seinem Hals prangt eine dicke, große Narbe wie man sie häufig sieht bei ehemaligen Kettenhunden deren Eisenkette tief ins Fleisch einwuchs.
Es muss ein tristes Leben voller Entbehrungen gewesen sein. Seine Zähne zeigen starken Abrieb, vermutlich hat er lange versucht sich selbst von dieser schmerzhaften Kettenhaltung zu befreien.
Ob er letztendlich von seinen Besitzern ausgesetzt wurde oder eventuell sogar von Tierschützern befreit und laufen gelassen wurde (so wie es in den Kriegsgebieten häufiger vorkommt: Tiere die auf verlassenen Höfen zurückblieben, werden freigelassen um wenigstens eine minimale Chance zu haben) kann keiner sagen.
Auf jeden Fall fand man ihn mehr tot als lebendig im Autobahngraben und brachte ihn in ein Shelter.
Dort wurde er notdürftig mit Futter versorgt und war erstmal sicher.
Jedoch auch völlig überfordert und seelisch am Ende.
Tierschützer wurden auf ihn aufmerksam doch niemand konnte / wollte diesen alten blinden Kerl nehmen.
Schließlich wurden wir "Ein Herz für Handicap Tiere e. V." kontaktiert und um Hilfe gebeten.
Und so sollte sich das Blatt für den blinden Mischa wenden. Vor ein paar Tagen durfte er seine Endpflegestelle in Norddeutschland beziehen. Die ersten Tage waren viel für ihn. Alles ist neu, riecht anders und klingt fremd. Aber da ist diese Frau. Die Pflegemuddi. Und die findet er gut. Er schenkte ihr fix sein Vertrauen und gemeinsam gehen sie nun Schritt für Schritt in Richtung "echtes Leben".
Mischa wird noch einiges lernen und auch diverse tierärztliche Versorgung erhalten müssen.
Seine Augen müssen gecheckt werden, sein Gangbild ist nicht rund und er scheint teilweise Inkontinent zu sein. Dazu kommen noch diverse kleinere Baustellen. Er benötigt Nahrungsergänzungsmittel und gutes Futter.
Sein Fell war eine Katastrophe, dieses lässt er sich aber Stück für Stück von seiner Pflegemama in Ordnung bringen und genießt die ungeteilte Aufmerksamkeit.
Mischa hat nun endlich sein Lächeln wiedergefunden. Er strahlt förmlich mit der Frühlingssonne um die Wette. Dieses ist erst der Anfang von einem besseren Leben und wir hoffen, dass unser Blindbär noch viele schöne Momente erleben darf.
Wer möchte uns und Mischa unterstützen?
Wir würden uns sehr über liebe Paten/Patinnen für unseren Bären freuen. Jeder Beitrag zählt ❤️
Wenn ihr uns und Mischa helfen möchtet meldet euch gern bei unserem 1. Vorsitzenden Udo Rauch.
Wenn Sie eine Patenschaft für Misha übernehmen möchten, wenden Sie sich bitte an:
Udo Rauch 1. Vorsitzender
Telefon: 04406/9728195 oder 0160-5020104 (auch WhatsApp) Bitte keine Sprachnachrichten!
info@ein-herz-fuer-handicap-tiere.de
Selbstverständlich schicken wir ihnen die gewünschten Formulare auch gerne per Post zu.
Schreiben sie uns dazu bitte über das Kontaktformular.




















